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Ratgeberübersicht: Katzenratgeber - Tipps, Hilfe und Ideen rund um Katzen

Was tun, wenn die Katze Flöhe hat? Katzenflöhe wirksam bekämpfen

Grafik Katzenflöhe bekämpfen Um eine Vermehrung der Flöhe zu verhindern, sollte man diese schnellstmöglich bekämpfen. (Einfach klicken zum Vergrößern).

Katzen gehören - neben Hunden - seit langem zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Wenn man sich eine Katze halten möchte, dann sollte man sich auf einige Verpflichtungen einstellen, die damit verbunden sind. Neben der regelmäßigen Reinigung des Katzenklos, der Fütterung und Tierarztbesuchen, zählt auch das Bekämpfen von Flöhen dazu.

Statistisch gesehen suchen Flöhe fast jede fünfte Katze heim. Insbesondere Freigängerkatzen bringen die lästigen Tierchen häufig mit nach Hause. Wenn sich Ihre Katze Flöhe eingefangen hat, ist schnelles Handeln gefragt: Die flügellosen Insekten vermehren sich rasant und können für Tier und Mensch in Windeseile zu einer wahren Plage werden. Lesen Sie bei markt.wuppertaler-rundschau.de, wie Sie Flöhe bei Ihrer Katze frühzeitig erkennen und wirksam bekämpfen.

Was sind Flöhe bei Katzen?

Kleine Definition

Flöhe sind die häufigsten Lästlinge bei Katzen. Es handelt sich um kleine, blutsaugende Insekten, die sich als Parasiten im Fell von Katzen und anderen Haustieren ansiedeln können. Sie benötigen Wärme und Feuchtigkeit für ihre Entwicklung – im Fell von Katzen sind diese Bedingungen optimal erfüllt.

Es gibt verschiedene Arten von Flöhen – eine häufige Flohart bei der Katze ist der Katzenfloh (Ctenocephalides felis). Der Name allerdings bedeutet nicht, dass er nur bei Katzen vorkommt – er befällt ebenso Hunde, Vögel und kleine Säugetiere wie Hamster oder Kaninchen. Aufgrund ihres gewaltigen Sprungvermögens, fällt es Flöhen leicht, neue Opfer zu finden. Sie können bis zu 25 cm weit springen und sind das ganze Jahr über vorhanden.

Übertragung von Flöhen

Flöhe treten bei der Katze daher in der Regel nach dem Kontakt zu anderen infizierten Tieren auf. Aber auch indirekt über Gegenstände, an denen Flöhe und Floheier haften, ist eine Ansteckung von Maine Coon, Perser, Ragdoll und Co. möglich. Auch auf Menschen sind die kleinen Mitbewohner so übertragbar. Flöhe und Eier können sich z. B. im Teppich befinden und kommen insbesondere dort vor, wo sich die Katze häufig aufhält (z. B. Katzenkorb, Kratzbaum).

Folgen

Bild Katze mit Flöhen kratzt sich Statistisch wird fast jede 5. Katze von Flöhen heimgesucht.

Ihre Opfer stechen die flügellosen Insekten mit ihren speziellen Mundwerkzeugen. Da nach einem Stich das Blut sofort gerinnen würde, injizieren die Flöhe einen Speichel, der Blutverflüssiger enthält und ihnen damit die Nahrungsaufnahme erleichtert. Dieser Speichel kann bei Tieren und Menschen zu stark juckenden Hautentzündungen und allergischen Reaktionen führen. Zudem können Flöhe auch Zwischenwirte für Bandwürmer sein. Befallene Katzen seien daher laut Katzenschutzbund vorsorglich mit einer Wurmkur zu behandeln.

Flöhe bei Katzen: Ein frühzeitiges Erkennen ist wichtig

Flöhe vermehren sich

Hat sich Ihre Katze Flöhe eingefangen, sollten Sie umgehend handeln. Flöhe vermehren sich rasant - 20 bis 30 Eier legen die ein bis drei Millimeter großen Tierchen am Tag. Diese rieseln dann aus dem Katzenfell und verteilen sich in der gesamten Wohnung. Nach etwa drei bis vier Wochen ist das Larvenstadium erreicht. Besonders problematisch: Eine verpuppte Flohlarve ist unheimlich zäh und kann mehrere Monate in diesem Ruhestadium verbringen. So ist es unter Umständen durchaus möglich, dass das Tier innerhalb der eigenen Wohnung immer wieder neu befallen wird.

Symptome

Doch wie genau kann man erkennen, dass eine Katze Flöhe hat? Je nach Ausprägung können die Symptome eines Flohbefalls unterschiedlich stark ausfallen. Misstrauisch werden sollten Sie, wenn sich Ihre Katze wie folgt verhält:

  • Häufiges Kratzen:
    Wenn sich Ihre Katze übermäßig häufig kratzt, kann das einen Flohbefall hinweisen.
  • Rötungen:
    Reagiert die Katze äußerst stark, können darüber hinaus auffällige Rötungen der Haut ein Warnzeichen sein.
  • Haarausfall:
    Als Folge des ständigen Kratzens zum einen und allergischen Abwehrreaktionen zum anderen kann es ebenfalls zu Haarsausfall bei der Katze kommen.
  • Unruhe:
    Verhält sich die Katze unruhig und anders als gewöhnlich, kann das auf Flöhe hinweisen.
  • Gewichtsabnahme:
    Besonders junge Katzen leiden bei einem starken Befall auch an Gewichtsverlust und Blutarmut.

Regelmäßiges Kämmen

Bild Katze kämmen Das häufige Bürsten des Fells beugt gegen Katzenflöhe vor.

Auch wenn keine direkten Symptome zu beobachten sind, sollten Sie Ihre Katze regelmäßig auf einen Flohbefall hin untersuchen. Unser Tipp: Kämmen Sie hierzu das Fell der Katze mit einem feinen Kamm und klopfen Sie diesen anschließend auf einem hellen Tuch aus. Sind auf dem Tuch rot-bräunliche Flecken zu erkennen, haben Sie es mit Flöhen zu tun, die unverdautes Blut im Fell der Katze hinterlassen.

Besser als ein gewöhnlicher feiner Kamm eignet sich ein sogenannter Flohkamm, der bei einem Tierarzt oder einem Fachgeschäft erworben werden kann.

Katzenflöhe erfolgreich bekämpfen: So gehen Sie vor

Um mögliche Beschwerden bei der Katze zu lindern und eine weitere Verbreitung der Flöhe zu vermeiden, ist bei einem Flohbefall eine tierärztliche Behandlung nötig. Der Tierarzt verschreibt Ihnen Wirkstoffe, welche die Flöhe und deren Eier bei Ihrer Katze abtöten (Insektizide). Zur Anwendung kommen z. B. Sprays, Puder, Shampoos, Flohhalsbänder oder sogenannte Spot-on-Präparate, die auf das Fell der Katze aufgetragen werden. Es ist wichtig, nur solche Mittel einzusetzen, die speziell für Katzen zugelassen sind. Medikamente, die Flöhe beim Menschen oder beim Hund bekämpfen, sind teilweise für Katzen ungeeignet und können mitunter starke Nebenwirkungen haben.

Um die Katzenflöhe in der Wohnung loszuwerden, empfiehlt es sich, gründlich zu saugen, Schlafkissen der Katze und Ähnliches bei 60 Grad Celsius zu waschen und Stellen, an denen sich die Katze häufig aufhält, mit speziellen Anti-Floh-Mitteln (Insektiziden) einzusprühen. Auch kurzzeitiges Einfrieren von Katzen-Utensilien hilft bei Flohbefall.

Katzenflöhen vorbeugen: Ist das möglich?

Bild Katzenflöhe vorbeugen Mit den richtigen Mitteln halten Sie Flöhe fern und Ihre Katze fühlt sich wohl.

Einen sicheren Schutz gegen Flöhe gibt es nicht. Dennoch sollten Sie versuchen, mit einigen Maßnahmen Katzenflöhen so gut es geht vorzubeugen. Die Bundestierärztekammer (BTK) rät Tierhaltern auf ihrer Webseite dazu, Hunde und Katzen ganzjährig mit einem Anti-Floh-Präparat zu behandeln (z. B. Spot on, Spray oder Halsband).

Bei der Auswahl solle man sich auf jeden Fall von einem Tierarzt beraten lassen. Außerdem gilt es, Schlaf-, Liege- und Lieblingsplätze der Tiere regelmäßig zu reinigen bzw. zu waschen. Wer mehrere Haustiere hält, muss doppelt Obacht geben, da sich die Tiere gegenseitig anstecken können. Sinnvoll ist daher - wie bereits erwähnt - das häufige Bürsten des Fells, um Flöhe rechtzeitig zu erkennen, bevor sie sich vermehren.

Fazit

Kratzt sich Ihre Kratze sehr häufig, fallen Ihnen gerötete Hautstellen auf oder verliert die Katze zunehmend an Gewicht, deutet dies oft auf einen Flohbefall hin. Dann sollten Sie sofort handeln, da sich Flöhe rasend schnell vermehren. Auch ihre Übertragung passiert sehr schnell. Hat Ihre Katze Flöhe, sollte der Tierarzt aufgesucht werden und Maßnahmen ergriffen werden. Der Tierarzt verschreibt Mittel, die die Flöhe abtöten.

Um einen Flohbefall vorzubeugen, sollten Schlaf- und Liegeplätze der Katze regelmäßig gereinigt und das Fell häufig gekämmt werden – so kann ein Flohbefall frühzeitig erkannt werden. Wir hoffen, dass Sie einige Informationen über Katzenflöhe mitnehmen konnten und wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihrer "Floh-freien" Katze.

 

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